Sensoren

Was?

LM Sensors sind eine Sammlung von Skripten und Kernelmodulen unter Linux, die es ermöglichen auf die Sensoren des Mainboard zuzugreifen, die dort vorhandenen Daten auszulesen und diese Daten dann in einem sinnvollen Format auszugeben. Die Sensoren liefern oft nur Rohdaten, also lange Zeilen mit Zahlen. LM Sensors hat für viele Mainboard und Chipsätze Tabellen, mit denen dann aus den Zahlenkolonnen für Menschen lesbare Werte gemacht werden.

Warum?

Mein Server läuft unbeaufsichtigt 24 Stunden am Tag. Es ist also schon ganz nützlich zu wissen wie warm die CPU ist, oder ob sich der Lüfter noch dreht und wenn wie schnell. Ich habe schon mindestens einen Rechner durch Hitzetod verloren und ich bin sicher es sind sogar sehr viel mehr gewesen, nur habe ich das vermutlich nicht mitbekommen. Diesmal wollte ich alle wichtigen Sensordaten automatisch auswerten können.

Wie?

Vorausgesetzt man hat kein exotisches oder zu neues Mainboard, bekommt man LM Sensors recht einfach zu laufen.
Installieren (mit root Rechten):

apt-get install lm-sensors

Dann lässt man LM Sensors nach den Sensoren des eigenen Mainboards suchen:

sensors-detect

Normalerweise lässt man LM Sensors noch die Einträge in die /etc/modules machen und fertig. Bei mir gab es hier ein paar Probleme. Bei meinem Intel DH67BL hat er nur einen per „ISA Bridge“ angebunden Sensor gefunden, der die Temperatur der Cores lieferte. Zuerst schien es als ob das Kernelmodule für meinen Sensor zu alt war. Ich habe dann auf einer Seite eine aktuelle Version gefunden und installiert (Kernel-Headers muss man natürlich seiner Umgebung anpassen).

aptitude install make gcc automake
aptitude install pve-headers-2.6.32-13-pve

Irgendwie wollte das dann auch noch nicht zu richtig klappen. Ich habe dann wie empfohlen mal die aktuelle Version von LM Sensors geladen und das darin enthaltene sensors-dectet ausgeführt. Das funktionierte dann.

Und?

Da LM Sensors leider nur die Sensoren des Mainboards ausliest habe ich mir noch hddtemp installiert, um die Festplattentemperatur verarbeiten zu können.

apt-get install hddtemp
hddtemp /dev/sda

Am Ende ist es also möglich per Komandozeile alle wichtigen Temperaturwerte anzufragen. Später benutze ich diese Programme um per Skript daraus Nagioskompatible Einzeiler zu machen.

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