Software RAID5

Da ProxMox ein Debian6 ist, ist es relativ einfach ein Software RAID zu konfigurieren. Ich habe mich für ein RAID5 entschieden. Für meine Situation ist es das beste RAID, es bringt etwas mehr Performance als die einzelnen Laufwerke, Ausfallsicherheit (für eine Platte) und man hat die Kapazität aller Platten minus einer (bei mir bei drei mal zwei Terabyte bleiben dann vier von sechs Terabyte übrig).

Im Grunde habe ich mich an diese Anleitung gehalten, hier mal extrem kurz zusammengefasst:

Als root die benötigte Software installieren:

apt-get update && apt-get upgrade -y
apt-get install mdadm ssh parted gdisk

Dann die Festplatten (bei mir sdb,sdc,sdd) vorbereiten (übersicht aller Festplatten mit „fdisk -l“), für jede Festplatte einmal:

parted -a optimal /dev/sdb
GNU Parted 2.3
Using /dev/sdb
Welcome to GNU Parted! Type 'help' to view a list of commands.
(parted) mklabel gpt
(parted) mkpart primary 1 -1
(parted) align-check
alignment type(min/opt)  [optimal]/minimal? optimal
Partition number? 1
1 aligned
(parted) quit

Dann das RAID erstellen:

mdadm --create --verbose /dev/md0 --level=5 --raid-devices=3 /dev/sd[bcd]1

Man kann Linux dann beim Erstellen zuschauen, denn bei mir dauerte es gute drei Stunden.

watch cat /proc/mdstat

Dann die mdadm.conf anpassen, ich brauchte nur die letzte Zeile:

echo "DEVICE partitions" > /etc/mdadm/mdadm.conf
echo "HOMEHOST fileserver" >> /etc/mdadm/mdadm.conf
echo "MAILADDR youruser@gmail.com" >> /etc/mdadm/mdadm.conf
mdadm --detail --scan >> /etc/mdadm/mdadm.conf

Anschaun kann man sein RAID dann mit:

mdadm --detail /dev/md0

Wenn man will kann man das gleiche in einer E-Mail hinterlegen, ich überwache mein RAID später per Nagios, also für mich nicht notwendig:

mdadm --monitor -m your@emailaddress.com /dev/md0 -t

Jetzt wird formatiert, die Parameter sind nicht notwendig, erhöhen die Performance aber drastisch:

mkfs.ext4 -b 4096 -E stride=128,stripe-width=256 /dev/md0

Linux sichert immer einen Prozentsatz an Platz für root, dass braucht man auf einem RAID nicht,
wenn es nur Daten und nicht das System enthält:

tune2fs -m 0 /dev/md0

Dann noch in die fstab eintragen:

nano /etc/fstab
/dev/md0        /storage            ext4        defaults        0        0

Mounten und fertig.

mount -a
df -h /storage