Hardware

Hier eine kleine Auflistung der Hardware die zur Wahl stand und warum ich welche Teile genommen habe.

CPU

Bei einem neuen Rechner beginne ich eigentlich immer beim Prozessor. Damals hatte AMD noch die „e“ Prozessoren, heute finde ich keine stromsparenden Versionen mehr. Da ATOM nicht mehr in Frage kam, hauptsächlich wegen fehlender virtualisierungs Unterstützung und mangelden SATA Prot auf den meisten ATOM Boards, aber auch wegen der schwachen CPU Leistung. Geplant hatte ich den kleinsten zweikern Celeron in der Stromvarvariante, den G530T mit 35W TDP. Auf Grund der Verfügbarkeit ist es dann doch der 15€ teuere Pentium G630T geworden. Das Pentium ist um den Faktor 2,5 schneller als mein alter D510 ATOM.

  • CPU: G630T (35W TDP, VT-x, max. 32GB Ram)

Mainboard

Der Sockel 1155 stand mit der Wahl der CPU fest. Da der Rechner einigermaßen Stromsparend werden sollte, suchte ich Mainboards mit möglichst wenigen Phasen (erkennbar an der Anzahl der Stromwander auf dem Mainboard), man kann auch an der größe des Chipsatzkühlers und dem vorhanden sein von weiteren Kühlern auf den möglichen Stromverbrauch Schlussfolgern. Je weniger Kühler, desto weniger Strom wird in Wärme umgewandelt, d.h. es wird insgesammt weniger Strom verbraucht. 5-6 SATA Ports waren wichtig (1xBootplatte, 3x RAID5 1xDVD bzw eSATA). Eingentlich wollte ich mir das ASRock B75 Pro3-M holen, nur gabs das in Berlin nicht, also musste ich das nächste in der Reihe nach oben nehmen und einen ganz schönen Sprung nach oben machen. Später hab ich dann die CT Empfehlung das MSI B75MA-P45 gesehen, das wäre noch besser gewesen. Geworden ist es dann ein Intel Board. Das hat Vor- und Nachteile, da Intel die DesktopBoard Reihe offizell nicht als Serverboard unterstützt, muss man bei der Treiberinstallation der Netzwerk karte etwas tricken.

RAM

Da hab ich nicht viel gesucht, da sich meiner Meinung, die Module nur minimal unterscheiden. Ich hab ein Set aus zwei Modulen a 4GB gekauft, damit bleiben 2 Slots frei und ich könnte mit einem weiteren Set den Maximal Ausbau meines Servers erreichen, es wären zwar 32GB möglich, aber ich hab zur Zeit schon Probleme die 8GB voll zubekommen.

Kühlung

Die CPU kam zwar Boxed, also mit Lüfter, aber die Dinger haben noch nie was getaugt. Klar sie halten die CPU kühl, was bei einer 35W CPU auch nicht so schwer sein sollte, aber die Boxed-Lüfter sind meist sehr laut. Ich hatte kurz überlegt ob ich ein passiver Kühler reicht, habe mich dann aber doch von dem K&M Fachmann beraten lassen. Naja war wohl mehr ein Verkäufer, den Kühler den er mit angedreht hat ist viel zu groß. Der Lüfter dreht mit 800 U/m und selbst unter volllast verändert sich die CPU Temperatur nur um wenige Grad. Das Lüfter kann wohl runter bis 200 U/m, ich werd das die Tage mal testen, die Automatik hält ihn jedenfalls konstant zwischen 800 und 900 U/m, das ist mir zuviel, auch wenn man aus 2 Meter Entfernung sogut wie nicht mehr wahrnimmt.

Um die Festplatten sicher kühl zu halten habe ich mir dann noch eine leisen 14cm PWM Lüfter geholt, der sitzt genau vor den 4 Festplatten und läuft mit 200 U/m.

Festplatten

Als Bootplatte habe ich einfach eine alter 80GB genommen die ich noch rum liegen hatte. Vieleicht wäre eine SSD besser gewesen, denn die Bootplatte ist bei Zugriffen hörbar. Die richtige SSD würde vermutlich auch weniger Strom verbrauchen.

Als Datenplatten fürs RAID5 habe ich mich für Samsung entschieden. Bisher machten Samsung Festplatten bei mir den wenigsten Ärger. Da Samsung jetzt von Segate aufgekauft wurde, heißen meine Platten jetzt auch anders. Sie verbrauchen immer noch relativ viel Strom (knapp 5W beim Schreiben) aber Sie sind schön leise kaum warnehmbar, bleiben mit sehr leichter Kühlung schön weit unten mit der Temperatur und sind mehr als ausreichend schnell um im RAID5 Verbund der Flaschenhals zu sein.

Gehäuse

Ich hatte zwar noch ein paar Gehäuse, aber das Problem war, egal wie ich hätte locker 30-40€ für Lüfter- und Festplattenhalterungen ausgeben müssen. Da hab ich mal geschaut was es in der Preisliga an Gehäusen gibt und bin fündig geworden. Leider gabs das die Winter Edition (jetzt White Edition Rev C) nicht mehr, da wären zwei 140mm Lüfter und USB3 in der Front dabei gewesen. So hab ich mir die etwas einfachere Version geholt. Das es sich um ein sehr preiswertes Gehäuse handelt merkt man eigentlich nur an der dicke der Bleche. Sie sind schon deutlich dünner als bei meinem alten Chieftech. Ingesammt wirkt das Gehäuse aber schon recht stabiel, ausreichend für einen Server auf jeden Fall.

Netzteil

Ich hab das alte Netzteil weiter benutzt, das ist schon beim ATOM kaum hörbar gewesen und hat einen ganz guten Wirkgrad. Es gibt heute zwar bessere, aber die paar in dem Bereich in dem ich das Sytem betreibe müsste ich schon eine PicoPSU mit Laptopnetzteil verwenden um wirklich deutlich Strom zu sparen.

Das ist die Hardware meines neuen Servers. Man könnte bei fast allen Komponenten noch ein paar Euro sparen und vermutlich auch den Stromverbrauch noch etwas senken. Bei mir verbraucht der Server im leerlauf (ohne Spindown der Festplatten) etwas unter 40W und unter Last werden es knapp 50W.

Aber da ich die Teile möglichst sofort haben wollte, hab ich fast alles im Laden gekauft, ich hatte einfach keine Lust die Teile zu bestellen.

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