Archiv der Kategorie: Pleasure Reading

Bücher, Texte, Blog und anderes Lesenswertes.

Das unterschreib‘ ich.

Aus allgemeinem und immer wiederkehrendem Grund will ich hier ein Zitat vorstellen:

I’ve come up with a set of rules that describe our reactions to technologies:

  1. Anything that is in the world when you’re born is normal and ordinary and is just a natural part of the way the world works.
  2. Anything that’s invented between when you’re fifteen and thirty-five is new and exciting and revolutionary and you can probably get a career in it.
  3. Anything invented after you’re thirty-five is against the natural order of things

– Douglas Adams, The Salmon of Doubt

In Deutsch ungefähr so:

Hier ein paar Regeln wie wir auf Technologie reagieren:

  1. Alles was existierte bevor man geboren wurde ist normal, gewöhnlich und einfach ein natürlicher Bestandteil der Art und Weise wie die Welt funktioniert.
  2. Alles was zwischen dem fünfzehnten und fünfunddreißigsten Lebensjahr erfunden wird ist neu, aufregend, revolutionär und vielleicht wird man damit sogar beruflich erfolgreich.
  3. Alles was nach dem fünfunddreißigsten Geburtstag erfunden wird widerspricht der natürlichen Ordnung der Dinge.

– Douglas Adams, Lachs im Zweifel

Bill Bryson.

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich mir ein Buch von Bill Bryson angehört habe. Was mir so gut gefiel, dass ich mir dachte, mal schauen was er noch geschrieben hat. So kam ich auf das (Hör)Buch „Streiflichter aus Amerika: Die USA für Anfänger und Fortgeschrittene“ diesmal gelesen von Eckart Dux. Gut, das Buch war inhaltlich was anderes, aber ich bin fest davon überzeugt, dass der Vorleser auch sehr dazu beigetragen hat, dass ich dieses Buch nicht halb so gut fand. Eckart Dux hat es nicht schlecht gemacht, aber Rufus Beck ist mir irgendwie sympathischer. Außerdem hatte ich mir beim ersten Buch ein Bild von Bill gemacht und die Art wie Eckart das las passte da nicht so recht rein.

Zur Zeit höre ich „Reif für die Insel: England für Anfänger und Fortgeschrittene“ gelesen von Oliver Rohrbeck, den ich ja schon mochte als ich noch nicht mal wusste wie er hieß. Ich war und bin ein großer drei Fragezeichen Fan und höre auch heute noch gern die neuen Folgen. Ich war auch schon bei mehreren Live Events mit Oliver und er macht seine Sache großartig. Bei Bill’s Reiseführer brauchte ich ein paar Minuten, aber dann passte es irgendwie gut in mein Bild von einem Jungen Bill Bryson rein. Das aktuelle Buch gefällt mir auf jedenfall wieder besser als das zweite. Ob ich danach noch andere höre weiß ich nicht genau, wenn dann wahrscheinlich eher die neueren Werke.

Ich hab‘ übrigens heute, um den Link oben einzufügen, dass erste mal ein Bild von Bill gesehen, kommt dem was ich mir vorgestellt habe erstaunlich nah.

Fast schon Semesterferien.

Uni

Jop, es ist schon wieder soweit ;) Ich hab‘ jetzt eine Woche in der ich noch nicht Vollzeit arbeiten darf, da offiziell noch bis zum 14. Juli Vorlesungszeit ist. Ich hab‘ aber letzte Woche meine Klausur wiederbekommen und die letzten Übungen nachgeholt. Es gibt also nichts mehr zu tun, Mathe wird diesen Mittwoch geschrieben, aber wenn ich Mathe dieses Semester noch versuche dann auf jeden Fall in der Nachklausur. Für nächstes Semester werde ich mir 2 bzw. 3 Kurse vornehmen, kommt darauf an ob ich Mathe noch schreibe oder nicht. Je nachdem wie die Kurse liegen dachte ich an Embedded Web, Systemtheorie und dann halt Mathe 3. Systemtheorie ist wohl etwa genauso schwer wie Mathe, wenn nicht sogar schwerer. Egal, wenn ich das Semester hinter mir habe, ist der Rest des Studiums eigentlich nicht mehr so anstrengend, denk ich mir so. Ich werde ja sehen wie es läuft.

Unterhaltung

Ich hab‘ ein paar Hörbücher fertig. Über eins will ich kurz was schreiben. Marc Uwe Kling’s Das Känguru-Manifest ist wirklich gut. Ich kannte das ganze schon von Fritz, aber so als Live Lesung hintereinanderweg ist es nochmal eine ganze Ecke besser. Nach ein zwei Kapitel (die sind sehr kurz) ist man irgendwie richtig in Stimmung und will immer mehr. Ich hab‘ mir auch schon den zweiten Teil (Die Känguru-Chroniken) geholt, dass wird dann die nächsten Tage gehört.

Ich hatte Marc mal gesehen, wie er einen Kleinkunstpreis bekommen hat, ich glaube die Sendung wurde von Volker Pispers moderiert (Jeder der Volker Pispers noch nicht kennt, dem sei er wirklich dringend ans Herz gelegt, youtube hat sehr viel von ihm. Er ist inhaltlich fast so hart wie Georg Schramm allerdings ist man bei ihm nach einer Nummer nicht ganz so niedergeschlagen.) Zu Marc zurück, er hat dann eine Nummer mit Gitarre gebracht, die war gar nicht schlecht, aber die Stimme und die Art wie er spricht ließ mich sofort an die Radio-Fritz-Serie „Neues vom Känguru“ denken. Ich hab‘ damals den Namen aufgeschrieben und wollte immer mal Sachen von Marc besorgen, aber dann habe ichs vergessen. Dann vor 2 Wochen hat mich ein Ex-Arbeitskollege gefragt ob ich die Bücher schon kenne und wenn nicht dann sollte ich das doch mal ganz dringend nachholen. Naja, manchmal braucht man einen Anstoß oder eine Erinnerung. Danke Cengiz.

So das wars wieder mal, bis später….

„At Home: A Short History of Private Life“ von Bill Bryson.

Oder im Deutschen: „Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge“. Ich hab‘ es mir als Hörbuch, gelesen von Rufus Beck, zu Gemüte geführt. Ich entschied es zu hören wegen des Titels. Es erinnerte mich an Stephen Hawking’s „Kurze Geschichte der Zeit„, dass ich schon mal angefangen hatte, aber irgendwie nicht zu Ende geschafft habe.

Ein anderer Grund war ganz sicher Rufus Beck, ich hab‘ ihn als Sprecher bzw. Leser mit den Harry Potter Hörbüchern entdeckt, er hat alle gelesen und das wirklich gut. Es sind zwar „nur“ Hörbücher, aber zeitweise kamen mir die Harry Potter Lesungen von Rufus wie ein Hörspiel vor.

Am Anfang war ich noch etwas zögerlich, da dieses Buch im Grunde ein Geschichtsbuch ist, was halt nicht chronologisch vorgeht, sondern sich an einem Hausrundgang und den Gegenständen die man dort findet, orientiert. Geschichte ist bei mir immer etwas schwierig. Wenn die Fakten nicht interessant, spannend, lustig erzählt werden oder ich für mich selbst keinen direkten und zeitnahen Nutzen in dem Geschichtswissen sehe, habe ich echte Schwierigkeiten meine Motivation aufrechtzuerhalten weiterzulesen oder weiterzuhören. Am Anfang des Buches musste ich mich also ein wenig überwinden, es fesselte mich nicht sofort, was aber ganz klar an mir lag, nicht an dem Buch oder Autor. Nach ca. 1/4 des Buches fing es an sehr unterhaltsam zu werden. Ich werde wohl 90% der kleinen, lustigen geschichtlich vielleicht nicht so relevanten Anekdoten bestimmt schon jetzt wieder vergessen haben, aber die eine oder andere bleibt bestimmt länger in meinem Gedächtnis.

Alles in allem hatte ich sehr viel Spaß beim hören und kann es nur weiter empfehlen, ich weiß allerdings nicht ob ich es als Buch geschafft hätte durchzuhalten, aber als Hörbuch war’s klasse. Ich überlege mir grade ob ich mir von Bill Bryson noch mehr Werke besorgen soll. Ich muss mal schauen, vielleicht hat Rufus ja noch andere Werke von Bill gelesen ;) Sonst hab‘ ich jetzt erstmal ein etwas anderes Hörbuch am Wickel.

T.C. Boyle.

Ich weiß nicht mehr genau wie ich zu Boyle gekommen bin, kann sein das meine Freundin ein Buch von ihm in ihrem Buchclub gelesen hat, aber sicher bin ich mir nicht mehr.* Auf jeden Fall hab‘ ich „Wild child“ und „Die Frauen“ auf Deutsch als Hörbuch gehört und anschließend „Wenn das Schlachten vorbei ist“ auf dem Kindle gelesen. Ja, der Mann kann schreiben, aber meinen Geschmack trifft er nicht wirklich. Ich wollte unbedingt mehr als ein Buch von ihm lesen, weil ich soviel positives gehörte habe. Ich kann nicht genau sagen warum, aber irgendwie würde ich diese Bücher kein zweites Mal lesen. Als Roman waren sie irgendwie nicht unterhaltend genug für mich und als Sachbuch („Die Frauen“) fand ich das Thema wohl interessant genug. Vielleicht hab‘ ich auch Pech bei der Auswahl gehabt, ich hab‘ ja nicht auf Empfehlung sondern per Zufall ausgewählt. Ich habe möglicherweise auch nicht genug Vergleichsmöglichkeiten, aber wenn ich’s mit Nick Hornbe’s „A long way down“ vergleiche oder mit „Juliregen“, waren beide unterhaltsamer. Ich kann nicht genau sagen wem ich diese Bücher empfehlen könnte. Insgesamt trifft es halt einfach nicht meinen Geschmack. Passiert.

Jetzt ist mal wieder ein Sachbuch dran. Es wurde mal in einem Podcast von Fefe empfohlen und ich dachte mir was solls, dümmer machts mich bestimmt nicht. Danach werde ich ein bzw. zwei Bücher lesen oder hören, die ich schon seit längerem auf meiner Liste im Kopf hatte, aber irgendwie wieder vergessen habe, bis ein ehemaliger Arbeitskollege sie mir dringlichst ans Herz gelegt hat. Allerdings meinte er soll ich sie mir lieber gleich als Papier Buch besorgen, da ich sie ziemlich sicher weitergeben werden muss. Sonst höre ich grade neben meinen Diablo 3 Farm-Runs noch ein Buch, das mir irgendwie wegen dem Titel ins Auge gesprungen ist, eigentlich ist es Geschichtsunterricht der etwas unterhaltsamer aufbereitet ist, aber es sind viele kleine interessante Fakten drin, ich hoffe ich behalte genug davon.

Ja, das wars erstmal. Wenn ich eines der Werke abgeschlossen habe, werde ich hier darüber berichten. Solltet ihr Vorschläge haben was ich noch lesen könnte, immer her damit, der Kindle hat 2Gb Platz und D3 Farm-Runs gibt es wirklich sehr sehr viele.

*Anmerkung der Redaktion: Nein, es wurde keines der Werke von T.C. Boyle im Buch-Club gelesen und besprochen, man hat die Freundin nur reich mit selbigen beschenkt.

Tausend Kleinigkeiten.

Es ist zwar viel passiert, aber kaum was davon lohnt sich zu berichten, also geht’s weiter wie immer. Im Job fühl‘ ich mich grad‘ richtig wohl, Aufgaben die auch Spass machen und sogar soviel zu tun, dass ich nicht mal dazu komme meine Newsticker auf der Arbeit zu lesen.

Ich plane die Anschaffung eines neuen Monitors, einen knapp 24 Zöller, wenn ich ihn habe wird es dazu mehr Informationen geben.

In der Uni ist nun die Phase der Kurse verschieben vorbei, am Ende musste ich wieder einen Kurs streichen, was einerseits blöd ist, da ich nun nur 2 Kurse und 1 Übung dieses Semester mache, andererseits aber auch gut, denn ich hab‘ vor Mathe 3 fertig zu machen und dafür brauch‘ ich schon ein wenig mehr Zeit als für die normalen Kurse.

Ich hab‘ viel gelesen und gehört, aber dazu auch später mehr. Aus Ermangelung an Alternativen schaue ich mir grad‘ die Serie „Lie to me“ an. Keine Ahnung was von dem Kram den sie da zeigen wissenschaftlich belegt ist, aber interessant ist es schon. Alles in allem eine gute Serie zum nebenbei laufen lassen wenn man was anderes macht.

Das Wetter wird ja langsam wärmer und ich fahre schon wieder Roller. Es nervt zwar ein wenig über 150€ fürs neue ABC Semesterticket bezahlt zu haben (ist in diesem Semester das erste Mal, dass es dies an meiner Uni gibt), aber so kann ich wenn’s mal regnet einfach den Bus nehmen, ist ja auch nicht schlecht.

So für jetzt wars das erst mal, eine schöne Woche wünsch‘ ich.

(Nur falls sich jemand wundert warum die Beiträge so schubweise kommen und ich irgendwann mitten in der Woche eine schöne Woche wünsche oder sowas. Ich schreibe diese Beiträge und meine Freundin korrigiert sie dann und schaltet sie danach frei, vielen Dank an dieser Stelle dafür Baby, daher evtl. Verzögerungen.)

Iny Lorentz: Juliregen.

Nachdem ich alle anderen Hörbücher angehört hatte, stand mir der Sinn nach was neuem, also wagte ich das Experiment. Ich hab‘ mir Iny Lorentz’s Juliregen angehört. Ich wusste vorher nichts über das Werk. Weder das es der dritte Teil einer Triologie ist, noch worum es überhaupt ging. Ich hab‘ mich nur vom Cover und dem Titel leiten lassen. Das es das Ende einer Triologie ist bekommt man nicht wirklich mit. Das Buch hat eine geschlossene Handlung und was immer zuvor wichtiges geschehen ist wird beiläufig erwähnt.

Ich finde es ist gut geschrieben und sehr gut gelesen. Es geht um ein Familien-krimi/-drama im 19. Jahrhundert. Ich glaube das ist so ein Buch das man einfach ließt um sich zu Unterhalten.

Als Hörbuch war es für mich in Ordnung, aber es traf nicht wirklich meinen Geschmack. Ich mag lustige Texte, ein wenig schwarzer Humor ist mir auch lieb. Das Hörbuch war nicht langweilig oder öde, handwerklich war es gut gemacht, soweit ich das beurteilen kann. Aber irgendwie war es nicht meine Thematik. Ich habe vor vielen Jahren einmal „Schloß Gripsholm“ von Kurt Tucholsky gelesen und verglichen damit muss ich sagen, hat mir Schloss Gripsholm besser gefallen. Vielleicht lag es an der Zeit in der es spielt, vielleicht an der Heiterkeit der Geschichte, ich kann es nicht genau sagen. Vielleicht ist es auch nicht fair einen Autor wie Kurt Tucholsky mit Iny Lorentz zu vergleichen. Wobei ich sagen muss, dass ich von Kurt Tucholsky nur wenig und von Iny Lorentz absolut nichts weiß.

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Was mir sicher fehlt ist Material mit dem ich Vergleiche anstellen kann, aber genau daran arbeite ich grade. Wer auf Romane im historischen Preußen steht kann sich ja selbst eine Meinung bilden.

Douglas Adams – Lachs im Zweifel.

Oder wie der englische Originaltitel lautet: „The Salmon of Doubt: Hitchhiking the Galaxy One Last Time“ ist das letzte Buch mit Texten von Douglas Adams. Nach Douglas Tod wurden auf seinem Mac noch jede menge Texte und Ideen gefunden. Ein Freund von ihm hat das ganze gesichtet und dann dieses Buch daraus gemacht. Douglas selbst hatte schon eine Struktur des Buches entworfen und auch einen Teil der Story geschrieben aber es nicht mehr fertig geschafft.

Zu zwei Dritteln besteht das Buch aus Vorworten, Reden, Interviews und anderen Texten von und mit Douglas und zu etwa einem Drittel ist es der Anfang eines Dirk-Gently Romans. Diese Texte sind wirklich genial. Ich hatte den Eindruck sie sind thematisch geordnet, aber zwischenzeitlich kam es mir auch ein wenig so vor als gäbe es eine chronologische Reihenfolge.

Ich kannte nur sehr wenige dieser Texte vorher schon. Einen die ich schon kannte war zum Beispiel die Anekdote am Bahnhofskiosk mit den Keksen, die habe ich damals in der Lauscher Lounge gehört, wenn ich mich Recht erinnere hatte sie damals Oliver Rohrbeck vorgelesen, naja eigentlich mehr vorgetragen ;). Es war ein „Tribute to Douglas Adams“-Abend, es war herrlich,  zum todlachen ein schöner Abend. Ich kann jedem, der in Berlin wohnt und Höhrspiele und dergleichen mag nur zu einem Besuch in der Alten Kantine raten wenn dort wieder die Lauscher Lounge statt findet, es lohnt sich.*

Zurück zum Buch: Ich habe „Lachs im Zweifel“ direkt im Anschluß an die Biografie von Steve Jobs gelesen und es war eine wahre Freude. Douglas konnte einfach schreiben. Seine Texte lesen sich leicht und unbeschwert, obwohl er auch Sätze schreibt die sich über mehrere Zeilen erstrecken. Ich habe es genossen diese Texte zu lesen, es hat mich entspannt und ich habe viel gelacht, machmal sogar laut mitten im Bus. Meiner Stimmung hat es die letzten Tage sehr gut getan. Douglas wurde immer „nachgesagt“ er sei sehr Technik-verliebt gewesen und ein riesen Apple Fan. Ich hab‘ das immer geglaubt, aber ich hab‘ nie von Douglas selbst was zu dem Thema gelesen, bis jetzt. In „Lachs im Zweifel“ sind ein paar Editoriale für die Zeitschrift MacUser glaube ich abgedruckt und dort konnte ich es dann in seinen Worten lesen, seine Begeisterung und sein doch recht gutes Wissen um die Technik hinter den Produkten. Ach, ich schreib‘ lieber nichts mehr über den Inhalt. Nur noch soviel, dieses schaffte es mir Seiten von Douglas zu zeigen, von denen ich vorher nur Vermutungen anstellen konnte.

Fazit:  Ich kann es jedem nur empfehlen.

 

*Anmerkung der Redaktion: Du erinnerst dich richtig, es war Oliver Rohrbeck und wir sind damals im Februar zu einem Geburtstag dort gewesen und kamen in den Genuß dieses „Tribute to Douglas Adams“.