Archiv der Kategorie: Do it Yourself

Basteln. Selber machen, verändern, erweitern Hauptsache man hat selbst dran gearbeitet.

So viel zu tun, so wenig Zeit.

Vieles auf meiner Seite ist schon überholt oder durch Alternativen ersetzt worden. Ich finde nur leider nicht die Zeit das alles auf den neuesten Stand zu bringen. Ein weiteres Problem ist, dass ich die Sachen immer erst ein wenig testen will bevor ich hier auf der Seite was darüber schreibe. Wie das so ist, wenn etwas ohne Fehler einfach nur so vor sich hin funktioniert, dann vergisst man schnell, dass man noch etwas dazu schreiben wollte. Ich habe mir mal die Zeit genommen und mein DynDNS selber hosten aufgefrischt. Ist schon ein etwas anderer Ansatz als früher.

Dieser Firefoxbug ist echt unterhaltsam.

Ich bin heute über einen Bug gestolpert. Ich habe die freien Tage genutzt und ein paar Services neu aufgesetzt, dabei ist ein Service umgezogen, also unter einer neuen URL zu erreichen. Ich habe unter einer meiner Domains jetzt also zwei Web-Services, je einen in einem Unterverzeichnis:

    www.domain.com/webserviceA mit usernameA/passwortA
    www.domain.com/webserviceB mit usernameA/passwordB

beide Web-Services haben eine Login Seite. Auf beiden benutze ich dieselbe Email-Adresse als Benutzernamen aber bisher zwei verschiedene Passwörter. Firefox fragt nun ob ich das Passwort für Web-Service A abspeichern möchte: JA. Wenn ich Web-Service B aufrufe, füllt er mir das Login mit den Daten aus Web-Service A aus: Login failed.

Nun also Passwort B eingegeben und Firefox fragt ob er das Password ersetzen soll. Damit klappt dann Login auf Web-Service A nicht mehr. Um es kurz zu machen Firefox speichert Username/Passwort nur pro Domain, nicht pro URL (Domain+Pfad). Ein wenig gegoogelt und siehe da der Bug existierte schon in der Firefox-Beta, also vor Version 1.0 und wurde auch in der Beta reported und er wurde bis heute nicht behoben. Also seit 11 Jahren weigern sich die Firefox-Leute das einzubauen. Die Kommentare sind schon wirklich unterhaltsam. Ich hatte streckenweise das Gefühl der Verantwortliche liest die Vorschläge der Nutzer gar nicht, dabei wird sogar beschrieben wie das recht einfach und elegant gelöst werden könnte. Ich habe mich kurz gefragt ob der Typ Hauptberuflich Beamter ist oder sowas.

Ich benutze schon länger den Passwortmanager 1Password (den gab es mal mit fetten Rabatt für Studenten) und der kann sich natürlich Username/Password pro URL (Domain+Pfad) merken, nur auf Arbeit habe ich den nicht.

Umzug der Webseite.

So vielleicht hat es der eine oder andere mitbekommen, meine Webseite ist umgezogen. Sie war auch 2 Tage down. Hintergrund ist, dass sowohl die Domain als auch der Webspace bei HostEurope lagen. Meine Mutter betrieb eine Zeit lang einen Webshop und dafür haben wir bei HostEurope ein managed VPS gemietet, also ein virtueller Server, bei dem sich um Sicherheitsupdates und der gleichen HostEurope kümmert. Da der Webshop abgeschaltet wurde, und ich meine eigenen Server betreibe, musste alles umziehen.

KK Antrag für die Domain ging relativ schmerzfrei, man muss ein Formular ausdrucken, unterschreiben und hinschicken, da muss dann unter anderem auch der neue Provider drauf stehen, dann bekommt man zwei Tage später den AuthCode. Beim neuen Provider eingeben, dann meldet sich der HostEurope DNS-Bot innerhalb der nächsten Stunden und schon kann man beim neuen Provider die Nameserver konfigurieren.

Das WordPress umzuziehen war im Grunde auch nicht so kompliziert, da die Domain gleich blieb. Per SFTP den Verzeichnisinhalt runterladen und auf den neuen Webserver laden. Rechte und Owner setzen. Datenbank vom alten System dumpen und auf der neu erstellten einspielen. Die Datenbankverbindung in der wp-config.php anpassen und fast fertig.

HostEurope hostet auf Apache und mein neuer Server ist nginx, also funktionieren die .htaccess Rewrite Rules natürlich nicht. Ich benutze die UserReadableURLs, also gillwaldt.de/studium/medieninformatik/… um daraus wieder einen Parameter für die index.php zu machen musste ich folgendes in die nginx config einbauen:

location / {
    if (!-e $request_filename){
        rewrite ^(.*)$ /index.php;
    }
}

Im Grunde war es das dann schon. Ich finde die Seite läd jetzt viel schneller.

Application server 2014.

Früher lief bei mir ein Server mit Proxmox und einem von Hand angelegten Software RAID5, alle Dienste liefen in VMs. Die Idee war mal das man ja die VMs einfach umziehen lassen könnte wenn der Server erneuert wird. Habe ich nie gemacht. Ich glaube auch, alle Dienste die man so braucht alle paar Jahre mal neu aufzusetzen hat was gutes. Bei der Gelegenheit kann man sich mal umschauen ob es mittlerweile Alternativen gibt, die vielleicht besser, schneller und weniger resourcenhungrig sind und man bleibt in Übung. Ausserdem wollte ich schon seit Jahren mal einen Fileserver mit FreeNAS (zw. NAS4Free damals) haben. Mein neuer Fileserver läuft jetzt mit FreeNAS und es läuft sogar eine VM (Jails) drauf, bei der es Sinn ergibt das sie auf dem Fileserver läuft, nämlich mein SubSonic Streaming/Web-frontend für meine MP3 Sammlung.

Ich hatte mich also mit dem Fileserver auch entschieden, dass ich mindestens einen weiteren Server für alle anderen Dienste bräuchte. Nun ist das zur Zeit etwas wild. Ich habe einen Raspberry Pi, der macht bei mir nur DHCP und DNS,  mein altes AtomBoard ist jetzt mein Downloadserver, meine Spielwiese für Webentwicklung und was da noch so kommt mit der Zeit. Nun habe ich vor kurzem mein MediaCenter umgerüstet,  ich habe einen NUC gekauft und im Zuge der Recherche, habe ich mir mal angeschaut was es da so für Stromspar – Systeme zur Zeit auf dem Markt gibt. Dabei ist mir aufgefallen das mein über 4 Jahre alter Atom aus heutiger Sicht schon viel Strom für wenig Leistung verbraucht. Also der schafft etwa 600 Punkte bei 15W TDP. Der NUC ist immerhin schon bei 1200 Punkten bei 7.5W. Der Celeron J1900 schafft 2000 Punkte bei 10W TDP. Wenn man jetzt noch reinrechnet, dass man (bei dem Mainboard das ich gewählt habe) kein ATX Netzteil braucht, da es mit 9-19V Gleichstrom betrieben wird, spart man nochmal etwa 10-20% gegenüber einem System mit ATX Netzteil. Ok, viel erklärt, hier das System wie ich es mir zusammenbauen werde.

    Board & CPU: ASRock Q1900DC-ITX

      Das ist ein Quadcore Celeron mit Q4/2013 Kern, 10W TPD. Als Arbeitsspeicher kann DDR1333 LowVoltage verwendet werden. Statt ATX Netzteil kommt einfach 9-19V Gleichstrom ran.
    Ram: Crucial Ballistix 8GB DDR3 SO-Dimm

      Der kann von 1.35V bis 1.5V laufen, mal sehen ob 1.35 eine messbare Stromersparniss bringt.
    SSD: Intel 530 Series 120GB + 750 GB 2.5Zoll WD Red (NAS)

      Von der SSD soll gebootet werden und sie soll als Cache zum downloaden und entpacken dienen. Die kleine NAS Platte habe ich schon, da landen dann die fertigen Downloads drauf und alle Dienste die nennenswert Daten haben.

Da ich seit dem alten Server kein Nagios mehr habe, wird das wohl das erste sein das ich installiere, also diesmal wollte ich ICINGA 2.0 versuchen, mal sehen ob das besser ist als Nagios.

MiniFlux.

Na, wer ist noch traurig das Google den GoogleReader (RSS) abgeschafft hat? Wer nutzt mittlerweile einfach den Dienst eines der vielen in die Bresche gesprungenen Anbietern?

In einem Anflug von „ich kann doch Google nicht alle meine Daten einfach so geben,“ lange bevor der GoogleReader angekündigt wurde schon nach Alternativen gesucht. Ich bin lange Zeit mit TinyTinyRSS gut gefahren, ich habe darüber ja mal geschrieben. Ich fand und finde tt-rss wirklich gut, aber was mich immer störte, es fühlt sich doch irgendwie immer ein wenig träge an (das kann an den schlappen vServer liegen, die ich bis vor kurzem genuzt habe). Auch das Verhalten im Browser, irgendwie rockte das nicht und das Aussehen, naja dem Zweck entsprechend. Ohne abwertend klingen zu wollen, es sieht wie die ins-Web-Portierung einer typischen Windows Software aus. Trotzdem und vor allem weil ich einfach keine Alternativen gekannt habe, habe ich mich damit abgefunden. Installation und Update waren auch nicht grade ideal gelößt.

Nun höre ich regelmäßig den Podcast FreakShow da reden ein paar Menschen mit IT- Hintergrund über alles mögliche das sie beschäftigt, unter anderem erzählen sie auch über Software die sie benutzen oder neu entdeckt haben. Ich habe mir zur Gewohnheit gemacht, sollte die Software ein Gebiet berühren das mich auch interessiert, mir die Software immer mal anzuschauen. Vor ein paar Sendungen haben sie über Projekt Management Software gesprochen. Dabei fiele einige Namen von Produkten und als ich denen so hinterher geklickt habe, ist mein Intresse bei einem Projekt geweckt worden. Ich brauche zur Zeit keine Projekt Management Software, aber dieses eine Projekt war so anders, alles sah sauber und aufgeräumt aus, es sah auch einfacher aus. Projekt Management ist eine eher komplizierte Angelegenheit, da gibt es sehr viele Dinge zu berücksichtigen und jede Software die ich bisher gesehen habe sieht auch dem entsprechend aus, kompliziert. Nun ohne mir diese spezielle Projekt Management Software genauer anzuschauen, habe ich mir die Seite angeschaut und die/der Macher haben auch erklärt warum das alles einfach gehalten ist, die orientieren sich an einem System das ich vorher nicht kannte: Kanban.

Mich hat die Seite so faszieniert das ich mir angeschaut habe was die denn noch so programmiert haben. Da bin ich drauf gestoßen: Miniflux is a minimalist and open source rss reader. Das ist Welten von TT-Rss entfernt, ein ganz anderer Ansatz und ich habe etwas gebraucht um mich dran zu gewöhnen, unter anderem habe ich viele RSS abbestellt, weil ich die nicht wirklich regelmäßig gelesen habe. Jetzt nach ein paar Monaten muss ich sagen will ich nicht mehr zurück. Klar es gibt noch den einen oder anderen Punkt der mir fehlt, aber ich habe schon ein paar feature requests auf github gestellt und der Autor hat auch schon reagiert und einen umgesetzt. Die anderen hat er als requested features makiert, werden also vermutlich irgendwann mal realisiert. Die Installation ist ein Witz, in Webserververzeichnis, wenn man über die GUI updaten möchte Schreibrechte setzen, fertig. Mir gefällt MiniFlux wirklich sehr gut, es wirkt wie eine ins-Web-Portierung eines MacOS Programms. Man kann das Programm komplett mit Tastenkürzeln bedienen zum Beispiel „n“ für nächste News. Dann kann man (fast immer, wenn es die Quellseite zulässt) aus der GUI den eigentlichen Artikel laden mit „d“ für Download (dann wird der Artikel auf den der RSS Feed verweist im Miniflux angezeigt). Geht das nicht, ist das Öffnen des Artikels in einem neuen Tab auch mit einem Tastenanschlag erledigt. Markieren eines Feed geht genau so. Also es sind wirklich nur ein paar Tasten und schon bewegt man sich so durch das Programm das man vergisst das es sich um eine Webanwendung handelt.

Noch ein letzter wirklich krasser Unterschied zu TT-Rss, ich weiß nicht warum, aber TT-Rss hat immer sehr viel CPU Zeit verbraucht wenn er im Hintergrund die Feeds aktualisiert hat. Ich konnte das bei Nagios damals gut sehen, alle 5 Minuten gabs da einen Peak wenn TT-Rss am sammeln war. Bei MiniFlux merke ich nichts davon, ich sehe einfach keinen Ausschlag in der CPU Belastung. Ok, klare Empfehlung von mir, wer auf selbst gehostete Dienste steht, sollte sich MiniFlux mal anschauen.

Mein neues MediaCenter.

Vor Ewigkeiten

Ich habe ja jetzt schon einiges durch. Angefangen habe ich mit einer gemodded’en xbox (ja, das erste Model das es gab). Um in den gemodded’en Modus zu gelangen musste man den Powerknopf drei Sekunden gedrückt halten. Den Rest hatte ich später so angepasst, dass direkt das xbox media center startete. Es gab damals eine DVD Fernbedienung für die xbox, den Empfänger hat man einfach auf einen der Eingänge für die Controller gesteckt. Damit bin ich lange gut klargekommen. Die xbox war zwar nie wirklich leise (Ich hatte zwei und scheinbar zweimal Pech gehabt, die Geräte von Freunden waren immer deutlich leiser), aber sie spielte alles ab was ich damals so auf dem Fileserver liegen hatte. HD oder sogar fullHD gabs damals noch nicht DVD war das Maß der Dinge. Gespielt habe ich mit der Kiste nie, Konsolen sind einfach nichts für mich. Ich bin Jahre mit der xbox gut gefahren.

Vor Langem

Nach ein paar kleinen Versuchen mit PC am Fernseher, PS2 und anderen Medianplayern habe ich mir dann schließlich ein ASUS O’Play geholt, den ganz einfachen, nur Netzwerk, keine Festplatte kein WLAN. Das Teil kostete damals 80€ spielte wieder alles ab was ich so auf dem Fileserver liegen hatte (mittlerweile Serien in HD und Filme in FullHD). Das Gerät selber war gut, Stromverbrauch von weniger als 10 Watt, nicht zu hören da passiv gekühlt und zügig ließ sich auch alles bedienen. Vor allem man konnte das Gerät einschalten und ausschalten ohne selbst am Gerät einen Knopf drücken zu müssen. Der größte Nachteil war (wenn man es denn einen Nachteil nennen mag), dass es auf Verzeichnisebene arbeitet, d.h. keine Metadaten für Filme und Serien, keine „Neu hinzugekommene“, „noch nicht gesehene“ Kategorien und soetwas. Zu dieser Zeit wurde aus dem xbox media center das xbmc und man konnte es auf PC >Hardware installieren. Es hatte wirklich nicht mehr viel mit der alten Software zu tun, die früher auf meiner xbox lief, auch der O’Play hat ein paar gute Jahre bei mir verbracht und ich war zufrieden.

Vor nicht Allzulangem

Als es den Raspberry Pi gab und OpenELEC schließlich eine Version speziel für den Pi rausgebracht hat, habe ich mir so ein Teil geordert, die notwendigen Codecs gekauft und drauf losprobiert. Das abspielen klappte gut, aber alles was der Pi nicht in Hardware abspielen kann, geht halt einfach nicht wenn die Auflösung des Materials HD oder höher ist. Dazu kommt, dass ich einen extra Empfänger für die Fernbedinung brauchte und ihn per Fernbedienung zwar aus, aber nicht anschalten konnte. Ja, ich weiß, der verbraucht nur etwa 5 Watt, aber auch das aufbauen der Bibliothek und das Aktualiesieren dauert einfach zu lange. xbmc arbeitete nicht mehr auf Verzeichnisebene, sondern liest alle Dateien ein, versucht diese per Internetrecherche zu identifizieren und zeigt dann Metainformationen von tvdb und anderen Seiten an, so schön mit Fanart und sowas. Sieht wirklich schön aus, fühlte sich aber auf dem Pi einfach nicht gut an. Also die O’Play weiter ran.

Vor Kurzem

Als ich Ende 2013 Anfang 2014 meinen Fileserver umbaute, blieb Hardware übrig. Da es sich unter anderem um einen Stromsparprozessor handelte dachte ich mir, damit könnte ich mir ein MediaCenter bauen, das sparsam und leise ist und alles abspielt. Zwar hat das Mainboard einen CIR (Consumer IR) Anschluss, aber dafür die passende Hardware zu besorgen ist nicht so einfach. Ich habe schließlich einen Versender gefunden der einen passenden Empfänger verkauft, aber der sollte mit Versand über 40€ kosten (der war unter anderem so teuer, weil er sich zwischen Powerknopf und Mainboard schalten ließ und man so auch per Fernbedinung den Rechner starten kann). Das Problem dass ich kein passendes „wohnzimmertaugliches“ Gehäuse hatte wäre geblieben und wenn ich eins gefunden hätte, hätte ich den Empfänger dort selbst einbauen müssen (Loch boren, Befestigung der Platine realisieren und von außen so verkleiden das man es nicht sieht). Ich habe dann für etwas mehr Geld ein Gehäuse von TechSolo gekauft, da war ein passender IR Empfänger mit Fernbedinung dabei. Das System habe ich mit OpenELEC betrieben (gibt es mittlerweile eine PC Version). Insgesamt war ich mit dem System sehr zufrieden. Nur eine Sache störte mich dann doch nach einer Weile, die Größe. Das Mainboard war ein µATX und das ist gar nicht so klein. Dementsprechend groß war das Gehäuse und im Schrank unter dem Fernseher stand es etwa 15cm vor.

Jetzt

Ich hatte zwar im MediaCenter ein DVD Laufwerk, aber das habe ich nie genutzt. Wir haben einen Blu Ray Player geschenkt bekommen und alles was ich auf Blu Ray brenne (NHL, NFL) läuft super darüber. DVD habe ich schon ewig nicht mehr geschaut. Ich hatte zwar schon von einem Freund gehört und natürlich selbst regelmäig in den Newstickern gelesen, dass Intel da eine Serie Kleinstrechner am Start hat die NUCs (Next Unit of Computing), aber hatte immer hohe Preise im Kopf. So kam ich nie auf die Idee die Dinger in Betracht zu ziehen. Dann bin ich irgendwie mal auf die Seite über NUCs und xbmc gestolpert und habe gesehen das die Variante mit Celeron ja durchaus günstig ist. Also habe ich mich etwas belesen und dann einen bestellt.

Arbeitsspeicher muss man doch dazubestellen und ich habe die Variante genommen wo noch eine 2,5Zoll Platte reinpasst, da ich noch eine 30GB SSD rumliegen hatte. WLan ist schon drin (mit intern verbauten Antennen). Ein IR Empfänger ist verbaut. Dazu habe ich passende (low voltage) 4 GB Arbeitsspeicher (2 hätten für OpenELEC locker gereicht, aber man weiß ja nie) gekauft. Da ich keine RC6 Fernbedinung hatte, habe ich mir eine All for One URC 7960 für 13€ geholt (kleiner Tip: den NUC/xbmc als xbox One auf der Fernbedinung einrichten, klappte dann reibungslos). Der NUC hat zwar einen Lüfter, den man mit den Ausliefereinstellungen hört, auch wenn man ein sehr leises Umfeld hat. Wenn man im Bios die Lüfter auf mittlere Stuffe runterstellt, ist der NUC nicht mehr hörbar und wärmer wird er auch nicht, nach mehrere Stunden einrichten und Filme schauen ist er nicht mal handwarm. An und Ausschalten lässt er sich per Fernbedinung. Booten tut er ins xbmc dauert ungefähr 7-8 Sekunden, wobei ich im BIOS noch „fast boot“ einschalten könnte. Dann werden USB Geräte nicht mehr initialisiert und er sucht nicht mehr nach neuer Hardware usw. Auf dem alten MediaCenter (auch Intel Board mit der gleichen FastBoot Technik) brachte das etwa 3-4 Sekunden. Der Stromverbauch ist super, im IDLE im xbmc etwa 5 Watt und bei fullHD etwa 7-8 Watt.

Alles zusammen hat mich jetzt etwa 135 € gekostet und wird vermutlich solange halten bis fullHD nicht mehr Standard ist, da ich immer etwas hinterher hänge also vermutlich locker mehrere Jahre. Ich kann die NUCs nur empfehlen, bei den nächst größeren Modellen mit i3, i5, i7 (4. Generation) steigt die Rechenleistungen nochmal schnell um mehr als das doppelte, leider auch der Preis. Allerdings schaffen die kleinen Teile dann auch fullHD 3D oder 4k Material.

Allerdings sieht das kleine Teil etwas verloren in dem großen Wohnzimmerschrank aus.

Server down.

Ich bin ja selbst schuld, irgendwie. Alle Dienste meines vServers liefen ohne Probleme, dass ich nur noch eingeloggt habe wenn mir Nagios gesagt hat das Updates verfügbar sind. Ich habe zwar irgendwie mitbekommen das ArchLinux auf Systemd umstellt, aber naiv (oder faul) wie ich bin, habe ich gedacht, die werden das schon so hinbekommen, dass ich nichts weiter tun muss als per pacman upzudaten. Tja, falsch gedacht. Vor zwei Tagen habe ich mal wieder Updates installiert und da waren auch Updates für dovecot meinem imap-Server dabei. Bei dovecot Updates verhält sich ArchLinux etwas doof, es installiert die neuen binaries (löscht damit die alten), startet aber den Dienst nicht neu. Das merkt der laufende Dienst dann und meldet in den Logfiles ein Version Mismatch, damit stellt dovecot dann die Arbeit ein, aber natürlich ohne sich zu beenden. Die Lösung ist recht simpel, man muss halt den Dienst neustarten, wäre super wenn das pacman gleich mit machen würde, tut er aber nicht.

Jetzt kam es zu dem Zwischenfall, mit dem dovecot Update ist das rc.d script entfernt worden. Ab da sollte man den Dienst per systemcrtl starten und stoppen. Das Problem: ein Aufruf von systemcrtl schlug mit der Fehlermeldung fehl das der Dbus-Manager nicht geladen sei. Also habe ich geschaut und gesehen das man wohl mal das System neu starten sollte, damit der beim Booten geladen wird. Wurde er nicht. Dann habe ich weiter gesucht und entdeckt das man einen Kernelparameter ändern muss, damit der Kernel systemd läd. Leider habe ich leichtsinnig angenommen, dass wird mein Provider schon gemacht haben. Ich habe in der xen-instanz leider keine Möglichkeit dazu (oder ich habe sie nicht gefunden) und so habe ich fröhlich sysvinit deinstalliert und neu gebootet. Nur solange der Kernel noch versucht initd zu starten und das nicht mehr da ist, funktioniert das nicht, da ist nichts zu booten.

Ich habe dann versucht über die Rettungskonsole sysvinit wieder zu installieren, aber irgentwie wollte das System nicht mehr. Auf lange Sicht ist es auch nicht machbar mit ArchLinux weiter sysvinit zu benutzen. Sie haben zwar ein sysvcompat oder so eingebaut, aber auch das wird wohl bald rausfliegen. Mein Provider hat mir klar gesagt, dass sie den Kernelparameter nicht ändern werden. Also ist ArchLinux bei ihm dann wohl keine Option mehr. Ich denke irgendwann werden sie merken das ein aktuelles ArchLinux mit ihren Einstellungen nicht mehr bootet und umstellen, nur deren ArchLinux Image ist von März 2012 und solange sie das nicht updaten, werden sie es wohl auch nicht merken.

Tja, ich habe mit dem Rettungsystem alle Daten und Konfigurationsdatein gesichert und dann dann ein neues Image installiert, diesmal Debian 6. Wenn ich ehrlich bin, ist ArchLinux auch mehr was für Leute die ständig am System arbeiten. Die vielen Updates haben schon ein wenig genervt, aber viel schlimmer war das dadurch immer die aktuellste Version der Packete installiert wurde, man schnell in einen Versionskonflikt geraten konnte wenn man die gleichen Packete auf einem nicht-ArchLinux System verwendete. Mir ist das bei Unison passiert. Ich habe eine Synchronisation zwischen meinem vServer und meinem Heimserver eingerichtet und bin gleich darüber gestolpert das Debian, ja selbst Ubuntu, eine ältere Version von Unison benutzen und die leider nicht mit der aktuellesten Version die ArchLinux drauf hat zusammenarbeitet. Das lag am Ende nicht an Unison sondern an einer Bibliothek die Unison verwendet, aber ich musste dann halt eine Ausnahme auf ArchLinux‘ Seite einrichten und dort eine ältere Version installieren und pacman verbieten das Unison-Packet zu updaten. Was natürlich mein Nagios ständig als „Hey da wäre aber ein Update verfügbar“ meldete. Gut, ich könnte jetzt wieder eine Ausnahme in dem Script das Nagios beliefert einbauen, aber das sind dann viele kleine Aufgaben, die ich vergesse und in 6 Monaten steh‘ ich dann da und wundere mich wieso da sowas komisches eingestellt ist.

Um zum Schluss zu kommen, ich werde alle Dienste neu aufsetzen und habe dabei gleich mal die Möglichkeit das ein wenig besser zu dokumentieren, also wieder Stoff für die Webseite. Installiert habe ich als erstes Postfix und Dovecot. Dann habe ich die Ordnerstruktur aus ArchLinux ins Maildir kopiert. Was soll ich sagen, es läuft. In knapp 1 Stunde hatte ich wieder Zugriff auf meine Mails. Das war ein erfreuliches Erlebnis.

Da ich bald Robert besuche werden wohl nicht alle Dienste bis dahin wieder laufen, aber ein paar werde ich wohl noch hinbekommen.