Archiv des Autors: Sebastian

Umbau

ok nur ein sehr kurzes Update. Es hat sich wirklich viel getan in den letzten 6 Monaten und ich werde auch noch zu vielem davon hier was schreiben. Erstmal bastel ich aber am Theme der Seite, womit sich auch der Aufbau und die inhaltliche Struktur verändern wird. Ich hoffe das ich das alles in den nächsten Tagen bis Wochen fertig habe und mich dann wieder auf neuen Inhalt konzentieren kann. Und grade wird das Wetter so gut …

Finally it’s a Fire TV.

Tja, die Reise war lang und findet nun erstmal ein Ende. Ich fasse das hier mal ultra kurz zusammen. Ich hatte sehr lange noch einen Röhrenfernseher und eine xbox (1) mit xmbc als zuspieler. Das hat gefühlte Jahre gut funktioniertm außer das die xbox höbar, groß und relativ stromhungrig war.

Mit dem ersten modernen Fernseher der FullHD konnte holte ich mir damals einen ASUS O!Play. Da hatte ich die Hoffnung, da das System „offen“ war (es gab einen Telnetzugang mit Default Passwort), dass da noch coole Sachen für kommen würden. Kam nichts.

Dann hatte ich mir ein Gehäuse gekauft das man per Infrarot-Fernbedienung an und ausschalten konnte und habe da OpenELEC drauf gepackt. Funktionierte gut, aber es war einfach viel zu groß und da stecke am Ende ein ganzer PC drin, bis der von der SSD hochgefahren ist dauerte es und lautlos war der am Ende auch nicht.

Dann habe ich mir einen NUC gekauft, also eine kleine Ausbaustufe, dual Celeron. Da habe ich 4GB und eine low energy SSD reingepackt und wieder OpenELEC drauf. Das war schon sehr dicht an dem was ich mir so vorgestellt habe. Mit der AllInOne Fernbedinung konnte man den NUC ein und ausschalten, bootzeit war ok, der NUC war vor dem Fehrseher hochgefahren, obwohl er einen Lüfter hat, hörte man den nicht. Alles was noch fehlte war ein Netflix Client. Da warte ich noch heute drauf.

Dann gabs vor ein paar Wochen mal wieder eine Aktion bei der man einen Amazon Fire TV für 70€ kaufen konnte. Diesmal habe ich zugeschlagen und muss sagen das ich es nicht bereue. Die Kiste nochmal 50-70% kleiner als der NUC und wenn man wollte könnte man sie vermutlich mit doppelseitigem Klebeband (oder einem Halter) an die Rückseite des Fernsehers packen. Netflix gibs als App und Kodi (xbmc) auch. Man braucht einen kleinen Trick um Kodi zu installieren, ist aber nicht schwer. Die Fernbedienung ist Bluetooth, d.h. zwar das man wieder eine mehr hat, aber dafür muss man nicht immer in Richtung Fernseher zielen.

Die Fire TV kann nur FullHD das reicht mir vermutlich auch die nächsten Jahre. Meine Serien sind HD, meine Filme FullHD und mein Fernseher kann auch nur FullHD. Die Sachen die Amazon alle anbietet habe ich nicht wirklich ausprobiert, vielleicht wird das später mal wichtig, youtube und zdf mediathek funktionieren gut.

Da in der Box nun kein Lüfter mehr drin ist, macht sie null Geräusche. Der USB Anschluss ist praktisch um mal schnell was vom Stick abzuspielen.

Auf dem NUC werde ich jetzt Windows 10 mal testen zurück wechseln werde ich wohl nicht mehr.

So viel zu tun, so wenig Zeit.

Vieles auf meiner Seite ist schon überholt oder durch Alternativen ersetzt worden. Ich finde nur leider nicht die Zeit das alles auf den neuesten Stand zu bringen. Ein weiteres Problem ist, dass ich die Sachen immer erst ein wenig testen will bevor ich hier auf der Seite was darüber schreibe. Wie das so ist, wenn etwas ohne Fehler einfach nur so vor sich hin funktioniert, dann vergisst man schnell, dass man noch etwas dazu schreiben wollte. Ich habe mir mal die Zeit genommen und mein DynDNS selber hosten aufgefrischt. Ist schon ein etwas anderer Ansatz als früher.

Dieser Firefoxbug ist echt unterhaltsam.

Ich bin heute über einen Bug gestolpert. Ich habe die freien Tage genutzt und ein paar Services neu aufgesetzt, dabei ist ein Service umgezogen, also unter einer neuen URL zu erreichen. Ich habe unter einer meiner Domains jetzt also zwei Web-Services, je einen in einem Unterverzeichnis:

    www.domain.com/webserviceA mit usernameA/passwortA
    www.domain.com/webserviceB mit usernameA/passwordB

beide Web-Services haben eine Login Seite. Auf beiden benutze ich dieselbe Email-Adresse als Benutzernamen aber bisher zwei verschiedene Passwörter. Firefox fragt nun ob ich das Passwort für Web-Service A abspeichern möchte: JA. Wenn ich Web-Service B aufrufe, füllt er mir das Login mit den Daten aus Web-Service A aus: Login failed.

Nun also Passwort B eingegeben und Firefox fragt ob er das Password ersetzen soll. Damit klappt dann Login auf Web-Service A nicht mehr. Um es kurz zu machen Firefox speichert Username/Passwort nur pro Domain, nicht pro URL (Domain+Pfad). Ein wenig gegoogelt und siehe da der Bug existierte schon in der Firefox-Beta, also vor Version 1.0 und wurde auch in der Beta reported und er wurde bis heute nicht behoben. Also seit 11 Jahren weigern sich die Firefox-Leute das einzubauen. Die Kommentare sind schon wirklich unterhaltsam. Ich hatte streckenweise das Gefühl der Verantwortliche liest die Vorschläge der Nutzer gar nicht, dabei wird sogar beschrieben wie das recht einfach und elegant gelöst werden könnte. Ich habe mich kurz gefragt ob der Typ Hauptberuflich Beamter ist oder sowas.

Ich benutze schon länger den Passwortmanager 1Password (den gab es mal mit fetten Rabatt für Studenten) und der kann sich natürlich Username/Password pro URL (Domain+Pfad) merken, nur auf Arbeit habe ich den nicht.

Umzug der Webseite.

So vielleicht hat es der eine oder andere mitbekommen, meine Webseite ist umgezogen. Sie war auch 2 Tage down. Hintergrund ist, dass sowohl die Domain als auch der Webspace bei HostEurope lagen. Meine Mutter betrieb eine Zeit lang einen Webshop und dafür haben wir bei HostEurope ein managed VPS gemietet, also ein virtueller Server, bei dem sich um Sicherheitsupdates und der gleichen HostEurope kümmert. Da der Webshop abgeschaltet wurde, und ich meine eigenen Server betreibe, musste alles umziehen.

KK Antrag für die Domain ging relativ schmerzfrei, man muss ein Formular ausdrucken, unterschreiben und hinschicken, da muss dann unter anderem auch der neue Provider drauf stehen, dann bekommt man zwei Tage später den AuthCode. Beim neuen Provider eingeben, dann meldet sich der HostEurope DNS-Bot innerhalb der nächsten Stunden und schon kann man beim neuen Provider die Nameserver konfigurieren.

Das WordPress umzuziehen war im Grunde auch nicht so kompliziert, da die Domain gleich blieb. Per SFTP den Verzeichnisinhalt runterladen und auf den neuen Webserver laden. Rechte und Owner setzen. Datenbank vom alten System dumpen und auf der neu erstellten einspielen. Die Datenbankverbindung in der wp-config.php anpassen und fast fertig.

HostEurope hostet auf Apache und mein neuer Server ist nginx, also funktionieren die .htaccess Rewrite Rules natürlich nicht. Ich benutze die UserReadableURLs, also gillwaldt.de/studium/medieninformatik/… um daraus wieder einen Parameter für die index.php zu machen musste ich folgendes in die nginx config einbauen:

location / {
    if (!-e $request_filename){
        rewrite ^(.*)$ /index.php;
    }
}

Im Grunde war es das dann schon. Ich finde die Seite läd jetzt viel schneller.

Application server 2014.

Früher lief bei mir ein Server mit Proxmox und einem von Hand angelegten Software RAID5, alle Dienste liefen in VMs. Die Idee war mal das man ja die VMs einfach umziehen lassen könnte wenn der Server erneuert wird. Habe ich nie gemacht. Ich glaube auch, alle Dienste die man so braucht alle paar Jahre mal neu aufzusetzen hat was gutes. Bei der Gelegenheit kann man sich mal umschauen ob es mittlerweile Alternativen gibt, die vielleicht besser, schneller und weniger resourcenhungrig sind und man bleibt in Übung. Ausserdem wollte ich schon seit Jahren mal einen Fileserver mit FreeNAS (zw. NAS4Free damals) haben. Mein neuer Fileserver läuft jetzt mit FreeNAS und es läuft sogar eine VM (Jails) drauf, bei der es Sinn ergibt das sie auf dem Fileserver läuft, nämlich mein SubSonic Streaming/Web-frontend für meine MP3 Sammlung.

Ich hatte mich also mit dem Fileserver auch entschieden, dass ich mindestens einen weiteren Server für alle anderen Dienste bräuchte. Nun ist das zur Zeit etwas wild. Ich habe einen Raspberry Pi, der macht bei mir nur DHCP und DNS,  mein altes AtomBoard ist jetzt mein Downloadserver, meine Spielwiese für Webentwicklung und was da noch so kommt mit der Zeit. Nun habe ich vor kurzem mein MediaCenter umgerüstet,  ich habe einen NUC gekauft und im Zuge der Recherche, habe ich mir mal angeschaut was es da so für Stromspar – Systeme zur Zeit auf dem Markt gibt. Dabei ist mir aufgefallen das mein über 4 Jahre alter Atom aus heutiger Sicht schon viel Strom für wenig Leistung verbraucht. Also der schafft etwa 600 Punkte bei 15W TDP. Der NUC ist immerhin schon bei 1200 Punkten bei 7.5W. Der Celeron J1900 schafft 2000 Punkte bei 10W TDP. Wenn man jetzt noch reinrechnet, dass man (bei dem Mainboard das ich gewählt habe) kein ATX Netzteil braucht, da es mit 9-19V Gleichstrom betrieben wird, spart man nochmal etwa 10-20% gegenüber einem System mit ATX Netzteil. Ok, viel erklärt, hier das System wie ich es mir zusammenbauen werde.

    Board & CPU: ASRock Q1900DC-ITX

      Das ist ein Quadcore Celeron mit Q4/2013 Kern, 10W TPD. Als Arbeitsspeicher kann DDR1333 LowVoltage verwendet werden. Statt ATX Netzteil kommt einfach 9-19V Gleichstrom ran.
    Ram: Crucial Ballistix 8GB DDR3 SO-Dimm

      Der kann von 1.35V bis 1.5V laufen, mal sehen ob 1.35 eine messbare Stromersparniss bringt.
    SSD: Intel 530 Series 120GB + 750 GB 2.5Zoll WD Red (NAS)

      Von der SSD soll gebootet werden und sie soll als Cache zum downloaden und entpacken dienen. Die kleine NAS Platte habe ich schon, da landen dann die fertigen Downloads drauf und alle Dienste die nennenswert Daten haben.

Da ich seit dem alten Server kein Nagios mehr habe, wird das wohl das erste sein das ich installiere, also diesmal wollte ich ICINGA 2.0 versuchen, mal sehen ob das besser ist als Nagios.

MiniFlux.

Na, wer ist noch traurig das Google den GoogleReader (RSS) abgeschafft hat? Wer nutzt mittlerweile einfach den Dienst eines der vielen in die Bresche gesprungenen Anbietern?

In einem Anflug von „ich kann doch Google nicht alle meine Daten einfach so geben,“ lange bevor der GoogleReader angekündigt wurde schon nach Alternativen gesucht. Ich bin lange Zeit mit TinyTinyRSS gut gefahren, ich habe darüber ja mal geschrieben. Ich fand und finde tt-rss wirklich gut, aber was mich immer störte, es fühlt sich doch irgendwie immer ein wenig träge an (das kann an den schlappen vServer liegen, die ich bis vor kurzem genuzt habe). Auch das Verhalten im Browser, irgendwie rockte das nicht und das Aussehen, naja dem Zweck entsprechend. Ohne abwertend klingen zu wollen, es sieht wie die ins-Web-Portierung einer typischen Windows Software aus. Trotzdem und vor allem weil ich einfach keine Alternativen gekannt habe, habe ich mich damit abgefunden. Installation und Update waren auch nicht grade ideal gelößt.

Nun höre ich regelmäßig den Podcast FreakShow da reden ein paar Menschen mit IT- Hintergrund über alles mögliche das sie beschäftigt, unter anderem erzählen sie auch über Software die sie benutzen oder neu entdeckt haben. Ich habe mir zur Gewohnheit gemacht, sollte die Software ein Gebiet berühren das mich auch interessiert, mir die Software immer mal anzuschauen. Vor ein paar Sendungen haben sie über Projekt Management Software gesprochen. Dabei fiele einige Namen von Produkten und als ich denen so hinterher geklickt habe, ist mein Intresse bei einem Projekt geweckt worden. Ich brauche zur Zeit keine Projekt Management Software, aber dieses eine Projekt war so anders, alles sah sauber und aufgeräumt aus, es sah auch einfacher aus. Projekt Management ist eine eher komplizierte Angelegenheit, da gibt es sehr viele Dinge zu berücksichtigen und jede Software die ich bisher gesehen habe sieht auch dem entsprechend aus, kompliziert. Nun ohne mir diese spezielle Projekt Management Software genauer anzuschauen, habe ich mir die Seite angeschaut und die/der Macher haben auch erklärt warum das alles einfach gehalten ist, die orientieren sich an einem System das ich vorher nicht kannte: Kanban.

Mich hat die Seite so faszieniert das ich mir angeschaut habe was die denn noch so programmiert haben. Da bin ich drauf gestoßen: Miniflux is a minimalist and open source rss reader. Das ist Welten von TT-Rss entfernt, ein ganz anderer Ansatz und ich habe etwas gebraucht um mich dran zu gewöhnen, unter anderem habe ich viele RSS abbestellt, weil ich die nicht wirklich regelmäßig gelesen habe. Jetzt nach ein paar Monaten muss ich sagen will ich nicht mehr zurück. Klar es gibt noch den einen oder anderen Punkt der mir fehlt, aber ich habe schon ein paar feature requests auf github gestellt und der Autor hat auch schon reagiert und einen umgesetzt. Die anderen hat er als requested features makiert, werden also vermutlich irgendwann mal realisiert. Die Installation ist ein Witz, in Webserververzeichnis, wenn man über die GUI updaten möchte Schreibrechte setzen, fertig. Mir gefällt MiniFlux wirklich sehr gut, es wirkt wie eine ins-Web-Portierung eines MacOS Programms. Man kann das Programm komplett mit Tastenkürzeln bedienen zum Beispiel „n“ für nächste News. Dann kann man (fast immer, wenn es die Quellseite zulässt) aus der GUI den eigentlichen Artikel laden mit „d“ für Download (dann wird der Artikel auf den der RSS Feed verweist im Miniflux angezeigt). Geht das nicht, ist das Öffnen des Artikels in einem neuen Tab auch mit einem Tastenanschlag erledigt. Markieren eines Feed geht genau so. Also es sind wirklich nur ein paar Tasten und schon bewegt man sich so durch das Programm das man vergisst das es sich um eine Webanwendung handelt.

Noch ein letzter wirklich krasser Unterschied zu TT-Rss, ich weiß nicht warum, aber TT-Rss hat immer sehr viel CPU Zeit verbraucht wenn er im Hintergrund die Feeds aktualisiert hat. Ich konnte das bei Nagios damals gut sehen, alle 5 Minuten gabs da einen Peak wenn TT-Rss am sammeln war. Bei MiniFlux merke ich nichts davon, ich sehe einfach keinen Ausschlag in der CPU Belastung. Ok, klare Empfehlung von mir, wer auf selbst gehostete Dienste steht, sollte sich MiniFlux mal anschauen.